Vom 12.02. bis 14.02.2002 besuchten die Vorstandsmitglieder des Vereins das Waisenhaus und die Schule.

Wie schon angekündigt waren wir im Februar wieder vor Ort in Usa River. Dieses Mal waren neben Nadine Klemm und Anke Klauke auch die weiteren Vorstandsmitglieder des Vereins Helga Junker und Kerstin Günther mit dabei. Da wir alle ein Patenkind haben, waren unsere Vorfreude und die Aufregung entsprechend groß.

Bereits am Tag unserer Ankunft am 12.02.2022 besuchten wir nachmittags das Waisenhaus. Die Aufregung bei den Kindern und Verantwortlichen war mindestens genauso groß wie bei uns. Wir wurden im wahrsten Sinne des Wortes mit Pauken und Trompeten und dazu mit Gesang und Tanz empfangen. Ein liebevoll gestaltetes Plakat zeigte gleich auf den ersten Blick die Dankbarkeit und Verbundenheit. Nach der ersten Begrüßung führten uns die 50 Kinder des Waisenhauses ein kleines Programm ebenfalls aus Gesang und Tanz vor. Da die meisten Kinder erst seit kurzem und Dank der Patenschaften zur Schule gehen und damit erst seit Kurzem Englisch lernen, waren wir erstaunt, dass wir nur englische Worte hörten. Ganz toll die Dankesrede der 2 kleinen Herren.

Offiziellen Dank gab es vom Leiter des Waisenhauses Mr. Moody, der Nadine Klemm und Anke Klauke ein Zertifikat übereichte und uns allen afrikanische Tücher schenkte, in die uns seine Frau landestypisch hüllte.

Für weiteres Erstaunen, zumindest bei uns, sorgte der starke Regen während unseres ganzen Besuches an diesem Nachmittag, den wir in Afrika so nicht erwartet hatten. Unser Rundgang durch die Räumlichkeiten des Waisenhauses oder besser der Anlage war sehr interessant und auch bedrückend. Es gibt eine kleine Küche mit einer Vorratskammer für Reis, Mehl und … Der Essenraum ist im Freien mit Überdachung.

Die Schlafzimmer haben nur Matratzen und zunächst die 3 von uns gesponserten Doppelstockbetten. Die weiteren 7 Betten waren noch beim Tischler, wurden aber kurz nach unserer Abreise aufgestellt.

Für uns unvorstellbar und mit Aufruf zum dringenden Handeln die sanitären Einrichtungen. Einfache Toiletten sind vorhanden, Waschbecken nicht, von Duschen ganz zu schweigen. Es gibt draußen eine Wassertonne mit Wasserhahn.

Der folgende Tag, Sonntag, der 13.02.2002 sollte für die 50 Kinder des Waisenhauses und die 29 Kinder, die in Familien wohnen, ein besonderer werden. Zum 1. Mal in ihrem Leben konnten sie einen Ausflug machen: zur nahegelegenen Schlangenfarm. Das waren Aufregung und manchmal auch ein bisschen Angst pur: schaut euch die Bilder an, die mehr als Worte sagen.

Wer wollte, konnte auch noch auf einem Kamel reiten: nach der anfänglichen Unsicherheit gab es nur noch strahlende Gesichter und glückliche Kinderaugen und auch glückliche Erzieherinnen.

Ein Lunch, bestehend aus Pommes, Chicken und Salat und einem Getränk war sicher für alle auch etwas nicht Alltägliches.

Die An- und Abreise der Kinder erfolgte per Bus. Wir trauten unseren Augen nicht, als wir beim Einsteigen zur Rückfahrt feststellten, dass alle 69 Kinder und die 5 Erzieher in diesen kleinen Bus passen.

Tag 3 war dem Besuch der Schule gewidmet. Es handelt sich um eine Privatschule mit rund 300 Kindern. 24 davon sind „unsere“ Kinder, die Dank der Patenschaften, diese Schule besuchen können. Wir verstehen jetzt auch, warum der Besuch einer Privatschule so wichtig ist. Hier werden alle Fächer in Englisch unterrichtet. Suhali ist lediglich ein Fach. Anders bzw. umgekehrt ist es in den staatlichen (kostenlosen) Schulen. Hier ist Englisch nur ein Fach. Der Knackpunkt ist, dass die weiterführende Schule ab Klasse 7 nur noch auf Englisch unterrichtet, wofür den Kindern aus den staatlichen Schulen die Grundlagen fehlen und es somit viele nicht schaffen. Auch in unseren privaten Begegnungen haben wir immer wieder von jungen Müttern oder Vätern gehört, dass sie alles geben, um ihre Kinder auf Privatschulen unterrichten zu lassen. Man versteht, wie wichtig gute Bildung und wie wichtig englisch ist.

Den Schulbesuch haben wir auch genutzt, um den Kindern mit Patenschaften, unsere Geschenke zu überreichen, was wir entsprechend fotografisch festgehalten haben. Wir haben versucht, so viel wie möglich an Kleidung, Spielzeug. Malzeug und auch Süßigkeiten mitzunehmen und es möglichst gleich aufzuteilen, ohne die anderen Kinder aus dem Waisenhaus zu vergessen.


Ein weiterer Besuch im Waisenhaus und in einer Pflegefamilie am Nachmittag rundete unseren Besuch ab und hieß Abschied nehmen, schon mit dem einen oder anderen Tränchen im Auge.

Unser Fazit: wir konnten unbeschreiblich schöne und emotionale Momente geprägt von der Neugier und Dankbarkeit der Kinder erleben. Anfängliche Zurückhaltung wich schnell in Zuneigung, auch wenn die Unterhaltung noch mehr über Blicke und Gesten erfolgte. Wir kommen wieder !!!!

und wir brauchen weitere Unterstützung für:

  • die Vermittlung weiterer Waisenkinder
  • für die Einrichtung eines Waschraumes
  • für den Kauf von hygienischen Artikeln, wie Seife, Zahnpasta, Zahnbürsten
  • für den Kauf von Bettzeug
  • für den Kauf von Schuhen
  • für den gelegentlichen Kauf von Obst und Gemüse (das teuer ist! Aber: für nur 20,00 USD haben wir einen ganzen Stand leer gekauft mit Bananen, Spinat, Kartoffeln, Möhren …